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Bergbau im Muttental

Bethaus der Bergleute

Das Haus wurde von mehreren Stollenzechen des unteren Muttentals erbaut. Im Untergeschoss befand sich eine Schmiede, in der Meißel und Keilhauen der Bergleute geschärft und gehärtet werden konnten, in der aber auch Beschläge, Reifen und Achsen für Wagen, Karren und Fördergestelle hergestellt wurden.

Im Obergeschoss war ein Versammlungs- und Betraum. Hier trafen sich die Bergleute vor und nach der Schicht zum Gebet. Gleichzeitig konnten praktische Fragen besprochen und der pünktliche Arbeitsbeginn kontrolliert werden, bevor man zu den einzelnen Zechen aufbrach.

Bereits 1837 verlor das Bethaus seine ursprüngliche Funktion. Ein Teil der beteiligten Zechen wurde geschlossen, die anderen nahmen an neuen Standorten die Kohlegewinnung im Tiefbau auf. Dadurch entstanden größere Betriebe - wie die Zeche Nachtigall - mit eigenen Schmieden und Versammlungsräumen.

Das Bethaus wurde fortan als Wohngebäude genutzt. Heute beherbergt es eine berbaugeschichtliche Ausstellung des Westfälischen Industriemuseums.

bethaus.JPG (63172 Byte)

 Das Bethaus ist ein einzigartiger Bau im gesamten Ruhrtal. Einige Muttentaler Zechen errichteten es 1830/31 gemeinsam als Schmiede und Versammlungsort. Im Betsaal fanden sich die Bergleute vor Arbeitsbeginn zu einer kurzen Andacht ein, ein Grubenbeamter kontrollierte die Anwesenheit. In der Schmiede ließen die Zechen ihre Gezähe (Werkzeuge) herstellen und reparieren.
Bereits 1837 wurden Betsaal und Schmiede geschlossen, das gesamte Hausinventar versteigert und das Bethaus zu einem Wohnhaus umgebaut. Seit seiner Restaurierung 1974 ist es als Veranstaltungs- und Ausstellungsgebäude der Öffentlichkeit zugänglich.

 

In der hölzernen Gezähekiste bewahrten die Grubenarbeiter nach Schichtende ihr Werkzeug auf. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die Bergmännischen Werkzeuge, das so genannte Gezähe, noch von Schmieden der näheren Umgebung angefertigt und repariert. Form, Gewicht und Konstruktion der Werkzeuge konnten sogar innerhalb eines Bergbaureviers sehr verschieden sein.

Es ist für uns heute schwer nachvollziehbar, wie mir diesen Handwerkszeugen gearbeitet wurde.

 

 

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