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Ägypten Sunrise Palacio Bildergalerie

Reisebericht

Nilkreuzfahrt auf der MS Nils Bride und Badeurlaub im Hotel Sunrise Palacio

Diesen Urlaub haben wir zum ersten mal nicht über unser Reisebüro am Ort, sondern bei Sonnenklar TV gebucht. Mal von einigen kleinen Mängeln abgesehen war die Reise im großen und ganzen OK. Trotzdem werden wir unseren nächsten Urlaub wieder im Reisebüro buchen.

 

1.Tag (02.11.2003)

Unser Flug nach Hurghada soll um 9.30 Uhr von Düsseldorf aus starten. Das heißt für uns : 5.30 Uhr aufstehen, 6.30 Uhr nach Düsseldorf fahren. Von unserem Wohnort aus sind das ca. 75 Km.

Am Check In Schalter ist noch nicht viel los und so sind die Formalitäten ruck-zuck erledigt. Wir schlendern noch ein bißchen durch den Flughafen und hoffen das unser Flug mit AMC Airlines pünktlich startet. Leider vergebens gehofft. Wir sitzen um 9.30 Uhr am Abflug-Gate und warten. Keinerlei Infos warum wir nicht in die Maschine dürfen. Na ja, warten wir halt noch ein bisschen. So gegen 10.00 Uhr dürfen wir endlich an Bord. Der Grund für die Verspätung ist dann auch zu uns durchgesickert : Das Flugpersonal war noch nicht da!

Aber mit 1. stündiger Verspätung geht’s endlich los. Wir fliegen mit einer ziemlich alten MD83. Kein Musikprogramm und kein Monitor an Bord. Das Kabinenpersonal versteht so gut wie kein deutsch und Infos zur Flugrute oder zum Wetter in Hurghada gibt’s auch nicht. Aber irgendwann sind die 5 Stunden auch rum.

Die Abfertigung in Hurghada klappt reibungslos und so sind wir so gegen 16.30 Uhr Ortszeit endlich im Hotel Sunrise Palacio. Wir bekommen sehr flott unseren Zimmerschlüssel und sehen uns erst mal unser Zimmer an. Alles sauber, Balkon in Richtung Pool und schön eingerichtet ist das Zimmer auch noch. Das einzige was uns ein wenig stört ist das Bett. 2 * 2 Meter ist ja OK, aber nur mit einer Matratze! Na ja, für eine Nacht wird’s wohl gehen. Morgen fahren wir ja nach Luxor auf unser Kreuzfahrtschiff.

2. Tag

Heute müssen wir nicht so früh aufstehen. Der Bus nach Luxor fährt erst um 8.30 Uhr los so das wir noch in aller ruhe Frühstücken können. Der Speisesaal ist noch fast leer. Um 7.30 Uhr eigentlich kein Wunder.

Es geht pünktlich los. Aber vorerst nur bis nach Safaga. Hier werden alle Busse die in Richtung Luxor fahren gesammelt um dann im Konvoi mit Militärbegleitung aufzubrechen. Für Raucher ne willkommene Unterbrechung. Die Fahrt nach Luxor ist ziemlich eintönig. Auf halber Strecke machen wir noch mal eine kurze Rast.

Endlich in Luxor angekommen, erklärt uns unser Reiseleiter, das die eigentlich gebuchten Schiffe nicht zur Verfügung stehen. Na super !!

So landen wir schließlich auf der MS Nils Bride. Auch ein 5* Schiff. Das Schiff ist für ca. 150 Gäste ausgelegt.

Wir treffen uns alle (unsere Gruppe umfasst 20 Personen) in der Bar. Hier erzählt unser Reiseleiter Mustafa etwas über das Schiff und den allgemeinen Reiseverlauf für die nächsten 7 Tage. Anschließend werden die Kabinen verlost. Das Schiff hat 4 Decks. Und natürlich möchte jeder eine Kabine auf den oberen Decks haben. Geht natürlich nicht. Wir haben das Pech (oder wie sich im nachhinein rausstellen sollte, das Glück) eine Kabine auf dem untersten Deck zu bekommen. Die Kabinen sind alle gleich groß (oder klein, ca. 13 m²) und die Einrichtung unterscheidet sich auch nicht.

Jetzt geht’s erst mal ans Koffer auspacken und anschließend besichtigen wir das Schiff. Sieht alles ganz gut aus. Wir entspannen uns noch etwas auf dem Sonnendeck und warten auf unsere erste Tempelbesichtigung am Abend.

So gegen 18 Uhr fahren wir zum Luxor Tempel. Draußen ist es mittlerweile stockdunkel. Die Figuren im Tempel werden aber angestrahlt. Das sieht einfach klasse aus. Leider ist es doch recht schwierig hier gut Fotos zu machen. Aber ein paar habe ich doch hinbekommen.

Um 20 Uhr sind wir wieder auf dem Schiff. Pünktlich zum Abendessen. Das Buffet ist in Ordnung. Danach nehmen wir noch einen Schlummertrunk auf dem Sonnendeck und verziehen uns dann in unsere Kabinen. Nach der Busfahrt und der Tempelbesichtigung sind wir doch alle ziemlich müde.

3. Tag

Den heutigen Tag verbringen wir auf dem Schiff. Nach dem Streß von gestern paßt uns das ganz gut. Wir liegen den ganzen Tag faul auf dem Sonnendeck und genießen die vorbeiziehende Landschaft. Der nächste Höhepunkt der Reise ist die Schleuse in Esna. Am Nachmittag sind wir da. Es herrscht ein ziemliches Gedränge. Jede Menge Kreuzfahrtschiffe warten auf die Durchfahrt.

Wir haben kaum unsere Warteposition erreicht, da kommen Händler mit kleinen Ruderbooten an unser Schiff. Lautstark preisen sie ihre Waren an. Es werden Tücher und Galabias (ägyptische Kleidung der Einheimischen) angeboten. Die Händler werfen ihre Waren einfach an Bord. Wenn man das Stück kaufen möchte, wirft man das Geld einfach in einer zweiten Tüte zum Händler. Wie die Leute bei diesem Durcheinander nachhalten können wem sie Waren gegeben haben, oder wer ihre Ware aufgefangen hat, bleibt mir ein Rätsel. Sobald sich eine Frau an der Reling sehen läßt, fliegen die Päckchen gleich im Dutzend an Bord.

Gegen Abend kaufen wir uns für den Arabischen Abend an Bord eigene Galabias. Bei der Anprobe haben wir viel Spaß. Sieht doch ziemlich gewöhnungsbedürftig aus.

4.Tag

Wir sind in Edfu. Heute morgen besichtigen wir den Horus Tempel. Es geht mit Kutschen in Richtung Tempel. Auf der Hinfahrt geht es ja noch halbwegs geordnet zu. Aber die Rückfahrt zum Schiff ist die Hölle. Manchmal hatten wir den Eindruck, die Kutscher liefern sich Rennen. Wer mir dabei am meisten leid getan hat waren die Pferde.

Wahrzeichen des Heiligtums ist ein schwarzer Falke aus Granit. Das Gedränge im Tempel ist schlimm. Eigentlich braucht man viel mehr Zeit für so eine Besichtigung. Leider ist nur eine Stunde eingeplant.

Nachdem wir wieder an Bord sind, fährt das Schiff weiter in Richtung Kom Ombo.

So gegen 18.00 Uhr steht die nächst Besichtigung an. Der Sobek Tempel in Kom Ombo. Er ist dem Krokodilgott Sobek, sowie dem Falkengott Horus geweiht. Natürlich ist es auch hier wieder rappelvoll.

Zurück auf dem Schiff gibt’s Abendbrot. Anschließend ziehen wir unsere Galabias an und gehen in die Bordbar zum Arabischen Abend. Es wird getanzt und gelacht. Der Reiseleiter hat ein paar Spiele Vorbereitet. Ist zwar alles ganz lustig, Aber unter einem Arabischen Abend hatte ich mir eigentlich etwas anderes vorgestellt.

5.Tag

Das Schiff ist die Nacht hindurch weiter nach Assuan gefahren. Die Gäste aus den oberen Decks klagen über laute Maschinengeräusche. In unserer Kabine auf den untersten Deck war davon komischerweise nichts zu hören.

Heute geht es zuerst zum unvollendetem Obelisk. Wir besichtigen einen Granitsteinbruch, wo früher der begehrte rosefarbene Rosengranit gebrochen wurde. Der unvollendete Obelisk ist ein Steinquader von beeindruckenden Ausmaßen. Er wurde wegen eines Risses im Block nicht fertiggestellt. Wie die alten Ägypter solche Steinblöcke bearbeitet und transportiert haben ist fast ein Wunder.

Anschließend geht es weiter zum Staudamm des Nassersees. Von der Staumauer hat man einen tollen Ausblick über den Nil und den See. Der Damm ist 111 Meter hoch, 3600 Meter lang und an der Basis ca. 900 Meter dick. Das Gesamtgewicht beträgt ca. 90 Millionen Tonnen.

So... Ein Tempel steht heute Vormittag noch auf dem Programm. Der Philae oder Isis Tempel auf der Insel Angilika. Mit kleinen Motorbooten werden wir auf die Insel gefahren. Der Tempel stand ursprünglich auf einer anderen Insel, wurde aber beim Bau des Hochdamms auf die Insel Angilika versetzt.

Zum Abschluss steht noch ein keiner Besuch bei einem Papyrushändler an. Aber nach dem stressigem Programm hat kaum noch jemand Lust die ausgestellten Bilder zu bewundern.

Endlich wieder an Bord!!

Nach dem Mittagessen haben wir etwas Zeit zum ausruhen. Aber nicht lange. Für heute nachmittag ist noch eine Feluckenfahrt zum Botanischen Garten geplant. Die Hinfahrt klappt auch reibungslos. Wir schlendern 30 Minuten durch den Park und treffen uns an der Anlegestelle wieder. Leider gibt’s im Augenblick absolut keinen Wind. Aber unser Reiseleiter Mustafa hat vorsorglich schon mal ein kleines Motorboot gechartert. Damit soll es zurück zur Nils Bride gehen. Wir fahren an einer endlosen Reihe von Kreuzfahrtschiffen vorbei. Die Nils Bride ist nirgends zu sehen. Während wir uns den Botanischen Garten angeschaut haben, hat unser Schiff den Liegeplatz gewechselt. Und keiner weis wo es jetzt liegt. Endlich sieht unser Reiseleiter das Schiff. Es liegt in zweiter Reihe am Kai. Wir dürfen nicht auf das äußere Schiff. Warum bloß? Also halten wir nach einem Anlegeplatz für unser kleines Motorboot Ausschau. Nachdem wir endlich einen Anlegeplatz gefunden haben und über ein paar andere Schiffe das Ufer erreicht haben müssen wir noch ein Stückchen laufen. Als wir am Liegeplatz der Nils Bride ankommen, sehen wir unser Schiff gerade noch ablegen.

Aber zum Glück musste es nur das erste Schiff rauslassen. Das ganze Manöver dauert vielleicht 30 Minuten.

30 Minuten in der prallen Sonne auf der Kaimauer sitzen macht aber nicht so sehr viel Spaß.

Den Rest des Tages verbringen wir auf dem Schiff. Wir müssen uns von dem anstrengendem Tag erholen.

Morgen geht’s nach Abu Simbel.

6. Tag

Die Busfahrt nach Abu Simbel Dauert ca. 3 Stunden. Das heißt für uns : Wieder in aller Herrgottsfrühe aufstehen. Der Reiseleiter holt uns um 4.00 Uhr im Schiff ab. Dann geht es bis zum Stadtausgang von Assuan. Hier werden die Busse wieder gesammelt. Um 4.30 Uhr geht’s endlich los in Richtung Abu Simbel.

So gegen 8.00 Uhr sind wir an den Tempelanlagen von Abu Simbel. Dem Tempel von Ramses II und dem Tempel seiner Gattin Nefertari. Den Tempeleingang schmücken 20 Meter große Statuen. Nach einer halbstündigen Erklärung durch unseren Reiseleiter werden wir, wie alle anderen Touristen, auf die Tempel losgelassen. Es herrscht wieder das übliche Gedränge. Zuerst gehen wir zum kleinen Tempel von Nefertari. Von außen sieht er ja beeindruckend aus. Das Innere ist nicht so spektakulär. So halten wir uns nur einige Minuten im Tempel auf und gehen weiter zum großen Ramses Tempel. Das Tempelinnere ist noch sehr gut erhalten. Auch die Wandreliefs sind noch prima zu erkennen.

Leider haben wir in Abu Simbel nur ca. 90 Minuten Zeit für die Besichtigung. Das ist halt der Nachteil von Pauschalreisen.

Wir machen uns langsam auf den Rückweg zum Bus. Vor der Tempelanlage gibt’s noch einige Händler, die ihre Ware an den Mann, beziehungsweise an die Frau bringen wollen. Die Händler hier sind aber lange nicht so aufdringlich, wie wir das an anderen Tempelanlagen empfunden haben. So gegen 13.00 Uhr sind wir zurück auf unserem Kreuzfahrtschiff.

7. Tag

Heute fahren wir zurück nach Luxor. Den ganzen Tag auf dem Schiff. Nach der anstrengenden Woche eine echte Wohltat.

8. Tag

Wir sind fast die ganze Nacht hindurch gefahren. Geschlafen haben wir trotzdem relativ gut. Heute ist der letzte Tag unserer Kreuzfahrt. Es stehen noch der Hatschepsut Tempel, das Tal der König, die Memnon-Kollosse und der Karnak Tempel auf dem Programm. Sofort nach dem Frühstück geht’s los.

Zuerst fahren wir zu den Memnonskolossen. Diese rund 18 Meter hohen Figuren bewachten einst den heute völlig verschwundenen Totentempel von Amenophis III Die nördliche Figur wurde durch ihr singen bekannt. Ein Erdbeben im Jahre 27 n. Chr. sorgte für Spannungen im Stein. Von der Morgensonne erwärmt, gab der Koloß ein Geräusch von sich, bis er in römischer Zeit restauriert wurde.

Weiter geht es zum Tempel der Hatschepsut. Sie war die einzige Frau die je auf dem Pharaonenthron gesessen hat. Hier erzählt uns Mustafa wieder eine Menge Wissenswertes über den Tempel und wir können zusehen, wie der Tempel restauriert wird. Mit einem winzigen Pinsel bewaffnet steht ein Restaurator vor einer riesigen Wand und versucht durch auftragen einer Flüssigkeit die Farben wieder zum Vorschein zu bringen. Bei dem Arbeitstempo wird es wohl noch Jahrzehnte dauern, bis alles restauriert ist.

Zum Abschluß unseres Vormittags Programms ist ein Besuch im Tal der Könige geplant. Laut Reiseführer soll das der Höhepunkt des Luxoraufenthaltes sein. von den mittlerweile 64 gefunden Gräbern darf man sich pro Eintrittskarte nur drei anschauen. Bei der Auswahl verlassen wir uns voll auf unseren Reisleiter Mustafa. Das Tal der Könige war ja recht Interessant, aber die Tempelanlagen von Luxor finde ich persönlich viel beeindruckender.

So.... Zurück auf’s Schiff. Unser letztes Mittagessen an Bord. Gegen 18.00 Uhr besuchen wir dann noch den Karnak Tempel. Es ist mittlerweile dunkel und um 18.30 Uhr beginnt die Ton und Licht-Show am Karnak-Tempel. Die 20 Euro pro Person für die Vorstellung haben sich wirklich gelohnt. Nach dem Abendessen sitzen wir noch ne ganze Weile mit unseren Bekannten auf dem Sonnendeck und freuen uns schon auf unser Hotel in Hurghada. Das Sunrise Palacio.

Das Sunrise Palacio

Wir kommen gegen Mittag im Hotel an. Das Sunrise Palacio verfügt über 862 Zimmer. Dementsprechend groß ist der Trubel in der Hotelhalle. Ist uns bei unserer ersten Nacht im Hotel gar nicht aufgefallen. Im großen und ganzen ist das Hotel aber Ok. Unser neues Zimmer ist Groß, sauber und gut ausgestattet. Und diesmal haben wir auch ein Zimmer mit zwei Betten bekommen. So schläft’s sich einfach besser. Was vielleicht Anlaß zur Kritik am Hotel geben könnte ist der Speisesaal. Zum Teil eine Atmosphäre wie in einer Bahnhofshalle. Bei über 1600 Gästen läßt sich das aber wohl nicht vermeiden. Desweiteren ist der Strand nicht gerade der schönste. Aber was soll’s. Wir sind ja nur noch 4 Tage hier.

Fazit zu diesem Urlaub :

Trotz Ramadan sind wir sowohl auf dem Schiff als auch im Hotel bestens bedient worden. Irgendwelche Einschränkungen konnten wir nicht feststellen. Das Kreuzfahrtschiff (MS Nils Bride) war in Ordnung, obwohl wir ja eigentlich ein anders Schiff gebucht hatten. Über das Hotel kann man geteilter Meinung sein. Im Internet gehen die Beurteilungen von "Sehr gut" bis "Mangelhaft". Von uns bekommt das Hotel ein "Gut".

Jedem, der Ägypten bereisen möchte, können wir eine Nilkreuzfahrt nur empfehlen.

 


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